Das Quartiersmanagement in der Spandauer Neustadt unterstützt die Registerstelle Spandau

Das Quartiersmanagement in der Spandauer Neustadt unterstützt die Registerstelle Spandau

Am 16.3.2022 ist es so weit. Das Quartiersmanagement in der Spandauer Neustadt wird zur Anlaufstelle für das Berliner Register.

Rassistische, rechte und diskriminierende Vorfälle geschehen leider auch in Spandau. Sie dürfen nicht ignoriert werden. Für manche ist dies trauriger Alltag. Es ist wichtig, solche Vorfälle in den Kiezen zu erfassen, um einen möglichst umfassenden Überblick über das Geschehen zu bekommen.

Dafür wurde in Berlin ein zentrales Register (www.berliner-register.de) geschaffen, welches auch in den Bezirken aktiv ist. Damit Betroffene direkt in ihrer  direkten Nachbarschaft selbst rassistische oder rechte Vorfälle und Diskriminierung melden können, gibt es zusätzlich zum Register Spandau sog. Anlaufstellen im Bezirk.

Vom Register und den Anlaufstellen werden u.a. Propaganda, Veranstaltungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen, Pöbeleien, Bedrohungen sowie Angriffe, die rassistischer, rechter, antisemitischer,  antiziganistischer, behindertenfeindlicher, sozialchauvinistischer, antifeministischer motivierten LGBTIQ*feindlich er oder allgemein diskriminierender Natur sind.

Das können Ereignisse sein, aber auch Flugblätter in Briefkästen, Schmierereien an Hauswänden oder Veröffentlichungen in den sozialen Medien sein. Melden können dies nicht nur Betroffene selbst, sondern all die, die Zeug*innen eines solchen Vorfalls werden. Betroffene, wie Zeug*innen können sicher sein, dass ihre Hinweise anonymisiert werden. Alle Anlaufstellen gehen selbstverständlich sensibel mit den Daten um.

Ziel der Register ist nicht nur die (falls gewünscht anonyme) Dokumentation und Analyse von rechtsextremen Vorfällen, sondern insbesondere auch das Sichtbarmachen von Diskriminierung im Alltag auf lokaler Ebene. Jede*r kann Opfer werden. Oft werden Vorfälle nicht zur Anzeige gebracht, weil sie als nicht „schwerwiegend“ genug erscheinen. Gerade diese Alltäglichkeit soll ins Bewusstsein gerückt werden, um möglichst viele für alltägliche Diskriminierungen oder rechte  Symboliken zu sensibilisieren.

In den Anlaufstellen können Menschen über ihre diskriminierenden Erfahrungen berichten. Mit dem Einverständnis der Betroffenen werden die Vorfälle der Registerstelle gemeldet und anonymisiert auf der Homepage des Berliner Registers veröffentlicht.

Die Register recherchieren auch selbst, während die Anlaufstellen selbst „nur“ die Informationen entgegennehmen und weiterleiten - dafür aber leichter erreichbar sind, weil sie in Institutionen angesiedelt sind, die ein grundsätzliches Vertrauen in der Nachbarschaft genießen. Die Sammlung und Veröffentlichung von Vorfällen soll gleichermaßen sensibilisieren und Basis von Handlungen durch die Politik sein. 

Seit 2014 bietet in Spandau die Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben, kurz GIZ GmbH genannt die zentrale Anlaufstelle im Bezirk. Um es den Bürger*innen möglichst einfach zu machen, gibt es zusätzlich Anlaufstellen in den Kiezen.

Spandau ist leider nicht frei von solchen Vorkommnissen. Im Zuge der Corona-Pandemie stieg die Zahl der Vorfälle an.

Sie können helfen!

  • Melden Sie Vorfälle, die Sie in Ihrem Alltag beobachten!
  • Melden Sie Vorfälle, die Sie betreffen!
  • Ermuntern Sie Betroffene, sich beim Register Spandau zu melden!

 

https://berliner-register.de/chronik/spandau

 

AnDi - die Berliner Antidiskriminierungs-App

Mit „AnDi“ steht den Menschen in Berlin ab sofort eine mobile App zur Verfügung, die in verschiedenen Sprachen und barrierefrei wertvolle Information rund um das Thema Diskriminierung und Gleichbehandlung liefert. Mit der App können Vorfälle von Diskriminierung direkt gemeldet und passende Beratungs- und Hilfsangebote einfach gefunden werden. AnDi steht mit Rat und Tat zur Seite und leitet sicher durch das App-Menü.

Die App ist ein Angebot der Landesstelle für Gleichbehandlung und gegen Diskriminierung – LADS. Die LADS ist eine Stelle der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung.

 

Quartiersmanagement Spandauer Neustadt

  • Lynarstraße 13, 13585 Berlin
  • Tel.: 28 83 22 28
  • team@qm-spandauer-neustadt.de

Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben, kurz GIZ GmbH
Sie können Meldungen persönlich abgeben (Mo-Fr von 9-17 Uhr) oder in den Briefkasten werfen (links im Türeingang). Persönliche Meldungen:  Vereinbaren Sie einen Termin: 0162-5781723 oder  01520-9032918 oder register.spandau@giz.berlin

Sprachmittler*innen für Arabisch, Bosnisch, Englisch, Farsi, Kroatisch, Polnisch, Russisch, Serbisch und Türkisch stehen bei Bedarf zur Verfügung!

Register Berlin

 

Wo beginnt Rassismus? (Quarks TabulaRasa)

Über Rassismus wird heftig und emotional gestritten. Was dabei oft fehlt: Sachliche wissenschaftliche Fakten. Wir zeigen dir, warum Rassismus mehr ist als nur das Extreme – und was er mit dir zu tun hat. Was wirklich rassistisch ist. Und warum es nicht um die Frage geht, was man noch sagen “darf”.

https://www.youtube.com/watch?v=9kYwhIwv2_o

Rassismus in Deutschland | WDR Doku

In dieser Reportage kommen Betroffene zu Wort und schildern, wie sehr sie jeden Tag mit Rassismus konfrontiert werden und welche persönlichen und gesellschaftlichen Schlüsse sie daraus ziehen.

www.youtube.com/watch

Wie rassistisch bist du? Das Experiment

„Ich in ein Rassist!“

Niemand wird das in Zeiten von Black-Lives-Matter von sich behaupten und trotzdem gibt es Rassismus, auch in Deutschland. Warum?

https://www.youtube.com/watch?v=RKHQGJD9J-M

Spaltet Identitätspolitik unsere Gesellschaft? | 13 Fragen

Kaum ein Thema brennt gerade so sehr wie die Diskussion um die sogenannte Identitätspolitik. Sie gilt als eine Antwort auf Diskriminierung. Eine Gruppe von Menschen betont dabei lautstark Merkmale wie Herkunft, Geschlecht oder Hautfarbe, um auf Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.

https://www.youtube.com/watch?v=lvwNM_iUTis