Bilder vom 25. Internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende am Lutherplatz

Bilder vom 25. Internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende am Lutherplatz

Fixpunkt-Angebote Neustadtheld*innen, SPAX und GeTaMax luden gemeinsam mit den regionalen Suchthilfeeinrichtungen zur Veranstaltung und viele Freunde, Helfende, Bekannte und Angehörige kamen. Das Gedenken ist eine traurige, aber wichtige Form, noch einmal auch derjenigen zu gedenken, die aufgrund des Drogengebrauchs im letzten Jahr verstorben sind. Ein kleines Gedenkbäumchen steht an der Kirche am Lutherplatz. Dort wurden beschriftete Steine abgelegt, die einen letzten Gruß darstellten. Ein Stein machte es deutlich, wie schwer ein Ausstieg aus der Sucht ist. Darum wurde insbesondere auch denjenigen gedacht, die den Ausstieg versucht, es aber nicht geschafft haben. Die Steine nahmen den Toten ein wenig die Anonymität. Namen machten deutlich, dass es hier auch um nahestehende Menschen geht, die nun nicht mehr da sind.

Niedrigschwellige Hilfsangebote bleiben also weiterhin wichtig, um suchtkranken Menschen zur Seite zu stehen und sie mit ihrer Erkrankung und den sozialen Folgen nicht alleine lässt. Die kleine Menschenkette am Schluss der Veranstaltung ist dann auch nicht nur eine Aktion für ein Foto, sondern zeigt, wie wichtig der Zusammenhalt in solchen Dingen ist.

Opioidabhängigkeit ist eine schwere chronische Krankheit, die in der Regel einer lebenslangen Behandlung bedarf. Die substitutionsgestützte Behandlung opioidabhängiger Menschen kann entscheidend dazu beitragen, die mit dem Drogenkonsum verbundenen gesundheitlichen und sozialen Probleme zu reduzieren.

Hierbei ist Abstinenz nicht mehr das oberste Gebot, sie ist nur noch eines von mehreren Therapiezielen. Oberstes Gebot ist die Sicherung des Überlebens. Es folgen die gesundheitliche und soziale Stabilisierung, die berufliche und soziale Reintegration und die Suchtmittelfreiheit.

Gesundheitsstadtrat Oliver Gellert sagt hierzu:

„Leider gibt es in Spandau schon seit vielen Jahren viel zu wenige Ärztinnen und Ärzte, welche die Substitutionsbehandlung durchführen. Ebenso lange versucht der Bezirk schon die Versorgungssituation der ärztlichen Substitutionsbehandlung im Bezirk zu stabilisieren und zu verbessern. Mein Dank gilt allen Institutionen und Beratungsstellen, die sich um opioidabhängige Menschen kümmern. Insbesondere jedoch den bezirklichen Suchtberatungsstellen von „vista“ und „Caritas“, die die Psychosoziale Betreuung der drogengebrauchenden Menschen tragen, bei der Beratungsstelle SPAX/ Fixpunkt Spandau und den Ärztinnen und Ärzten, die die Substitutionsbehandlung durchführen.“