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Veranstaltungen und Termine

Fahnenhissung und Gedenken zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Fahnenhissung und Gedenken zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Der Frauenbeirat Spandau hat in Kooperation mit der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragen Spandau eine Gedenkaktion für die Opfer von Femiziden geplant.

Anders als in den vergangenen Jahren, werden die landes- und bezirkseigenen Flaggen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen bereits am 22.11.21 und nicht am eigentlichen Gedenktag, dem 25.11. gehisst, damit diese die gesamte Woche über wehen können.

Treffpunkt für Aktion und Fahnenhissung ist 11.30 Uhr vor dem Rathaus Spandau. Danach folgt ein Demozug zum Markt.

Ab 12.00 Uhr folgen Aktionen des Frauenbeirates, kurze Redebeiträge durch das neu gewählte politische Bezirksamt sowie Musik:

Ablauf:

1. Begrüßung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Juliane Fischer-Rosendahl

2. Statement des Frauenbeirates Spandau: Steffi Föhring (StoP), Franziska Milata (Eulalia Eigensinn e.V.)

3. Redebeiträge von: Frau Bürgermeisterin Dr. Brückner & Fahnenhissung Herr Stadtrat Gellert, Frau Afsaneh Afraze-Ketabi, Psychologin, GIZ - Situation geflüchteter Frauen, Frau Ottlewski, Koordinatorin Spandau Inklusiv - Gewalt an Frauen mit Behinderung

4. Musik (Musikgruppe vom kurdischen Zentrum Kreuzberg)

Es folgt eine Aktion des Frauenbeirates Spandau zum gemeinsamen Gedenken an die durch Partnergewalt ermordeten Frauen auf dem Marktplatz und im Anschluss auf dem Lutherplatz.

 

Femizide sind Morde an Frauen*, weil sie Frauen* sind.

Femizide sind keine dramatischen Einzelfälle. In den Medien wird dies leider noch zu häufig mit Begriffen wie Familientragödie, Beziehungsdrama oder manchmal auch „erweiterter Suizid" verharmlost. Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau* von ihrem (Ex-)Partner ermordet.

Femizide haben System und sind die Folge bestehender gesellschaftlicher Verhältnisse.

Femizid bedeutet die vorsätzliche Tötung einer Frau* aufgrund eines angeblichen Verstoßes gegen veraltete Rollenvorstellungen. Frauen* werden gewaltvoll bestraft, weil sie selbstbestimmt über ihr Leben, ihren Körper und ihre Sexualität entscheiden wollen.

Morde an Frauen* werden vor Gericht zumeist unter dem weniger schwerwiegenden Tatvorwurf "Totschlag" verhandelt. Seit Anfang Februar 2018 gilt in Deutschland die Istanbul Konvention. Die Konvention fordert, Betroffene besser zu schützen und die Strafverfolgung von Tätern zu erleichtern.

Wirklich verhindert werden können Femizide nur, wenn wir als Gesellschaft nicht wegschauen! Deswegen fordern wir u.a.:

  • den Begriff Femizide juristisch anzuerkennen. Darunter sind alle Morde zu verstehen, die an Frauen* begangen werden, weil sie Frauen* sind.
  • Kampagnen und Programme zur Aufklärung über Femizide und Gewalt gegen Frauen* und LSBTI zu fördern.
  • Der Schutz von Frauen* vor Gewalt, Kinderschutz und Strafrecht müssen in Einklang gebracht werden.
  • verpflichtende Weiterbildung aller Richter*innen und Strafanwält*innen zu Femiziden.
  • Angebote zum Schutz und zur Stärkung von Frauen* und Kindern müssen besser und dauerhaft unterstützt werden.
  • Die medizinische und therapeutische Versorgung aller betroffenen Frauen* und Kinder muss sichergestellt werden.
  • Wir fordern, dass die Istanbul Konvention vollumfänglich umgesetzt wird.

                Berlinweite Hilfehotline: (030) 611 03 00 - BIG HOTLINE