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Veranstaltungen und Termine

Veranstaltungen aus dem Quartiersmanagement

Outreach – Mobile Jugendarbeit

Folklore vs. Identität

Durch Saz/Baglama-Workshops, als musikpädagogisches Medium, sollen kulturelle und identifikative Suchbewegungen von Jugendlichen der dritten Einwandergeneration thematisiert und bearbeitet werden.

Im Zentrum hierbei steht das Erlernen und Kennenlernen des Saiteninstrumentes "Saz", eine Art Langhalslaute mit sieben Saiten. Ursprünglich wurden mit diesem Instrument in Anatolien meist traditionelle und religiöse Erzählungen und Gedichte von Dichtern wiedergegeben.

Die Workshops sollen wöchentlich stattfinden und von einem Sozialarbeiter von Outreach angeleitet werden. Als Räumlichkeiten dienen das BDP Koeltzepark, der Lynartreffpunkt und Outreach in der Seegefelder Str., je nach inhaltlicher Ausrichtung des einzelnen Workshops.

In der Auseinandersetzung mit dem Instrument sollen den Jugendlichen, jenseits ihrer Familie, Informationen zu ihrer Herkunftskultur vermittelt werden. Ein Augenmerk soll auch auf den Migrationsprozess der Familie gelegt werden, insbesondere auf den multikulturellen, interkulturellen oder gar transkulturellen gelebten Alltag der Jugendlichen. Hierbei sollen die Suchbewegungen, hin zu Identifikation und Zugehörigkeit zu bestimmte "Kulturkreisen", als ein entscheidender Faktor der Identitätsfindung, eine besondere Beachtung geschenkt werden und somit einen Beitrag zur Integration geleistet werden.

Angestrebt wird bei den Workshops nicht Perfektion, sondern Motivation hin zur Auseinandersetzung mit kulturellen Wurzeln, aktueller Daseinsform und Aufzeigung von interessanten Freizeitangeboten. Das letzte insbesondere durch den Transfer und Integration von Sazklängen in Popkultur (Oriental Beats, HipHop) in dem Musikstudio von Outreach. Neben dem eigentlichen Musikkurs werden diverse kulturelle Angebote wie Konzertbesuche zusammen mit den Jugendlichen besucht.

Eingeladen sind junge Menschen von 14-20 Jahren mit Migrationshintergrund, hauptsächlich der dritten Einwandergeneration aus der Neustadt und interessierte Jugendliche ohne Migrationshintergrund.

Das Projekt soll mit einem festen Kern von 5 Jugendlichen starten und im Laufe der Projektzeit  eine größere Anzahl (15-20) von jungen Menschen im Quartier zur Teilnahme veranlassen (ggf. stellenweise nur temporär). Die teilnehmenden Jugendlichen können dann daraus folgend als Multiplikatoren gesehen werden, da die indirekte Wirkung des Projektes, durch die multiplikatorische Wirkung der Projektinhalte, weit größere Kreise ziehen wird.

http://www.outreach-spandau.de