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Veranstaltungen und Termine

Veranstaltungen aus dem Quartiersmanagement

Israfil Yildizkan

Neustädter Kulturabend

Die ganze Organisation für den Abend begann mit meinem Antrag am 03.02.2010 beim Quartiermanagement Neustadt in Spandau. Durch die Genehmigung wurde die Aufregung für den deutsch-türkischen Abend größer. Da ich das erste Mal solch einen Abend organisierte, war ich überrascht, wie viel Aufwand und

Verantwortung man in solch eine Organisation stecken muss. Es war sehr aufregend, alles zu organisieren und zu planen. Ich freute mich sehr auf den Abend, denn ich wusste, dass dieser ein sehr schöner Abend werden wird. Andererseits war es eine große Herausforderung, einen Abend in zwei Sprachen zu organisieren. Zwei Kulturen – zwei Sprachen. Ich habe meine Gedichte übersetzen lassen, aber auch eins von Bertolt Brecht auf türkisch und von Nazim Hikmet Ran auf deutsch. Durch meine Leidenschaft zur Literatur wollte ich, dass die zwei Kulturen ineinander verschmelzen und keine Grenzen kennen. In diesem Fall waren die Sprachen ein Hindernis, welches wir durch das Übersetzen der beiden Gedichten gelöst haben. Der Plan war so: egal was auf türkisch geredet oder vorgetragen wurde, wurde auch ins deutsch übersetzt und vorgetragen. Meine einzige Sorge war die Zeit. 

Ich hatte sehr wenig Zeit, da ich auch arbeitete. Dank meinen beiden Kindern und deren Freunde, habe ich viel Unterstützung gehabt. Ebru Cevik und Semra Erdogan haben mir bei den Übersetzungen geholfen. Plakate wurden in Berliner Restaurants, Cafés, Bars, Bücherläden, und Internetcafés aufgehängt und Flyer wurden verteilt. Die Ideen wurden mehr und die Aufregung größer. Die sensationelle Idee mit Semra Erdogan im Duett zu singen, kam spontan, als ich sie summen hörte. Die Zeit wurde knapp und wir hatten eine Menge zu tun. Auf der einen Seite mussten die  Proben, auf der anderen Seite die Werbung für den Abend organisiert werden. Ich war nicht alleine, denn ich hatte sehr viel Hilfe. Meine Kinder, Semra Erdogan, Ebru Cevik und vor allem das QM Team haben mir mit ihren Ideen sehr geholfen. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal beim Team bedanken.

Am letzten Tag fingen wir an, die Bühne zu dekorieren. Wir haben Istanbul, die Kulturhauptstadt 2010 mit Plakaten vorgestellt, welche ich von der türkischen Kulturbotschaft erhalten habe. Die Plakate über Spandau habe ich mithilfe von Herrn Marx, dem Pressesprecher des Rathaus Spandau, bekommen und aufgehängt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an ihn. Hier wieder eine deutsch-türkische Begegnung. Alles sollte so schön wie möglich werden und der Kulturabend sollte beginnen. Am 19.03.10 kam ich um 12:30 in den Saal und wir bauten die Bühne auf. Dann blickte ich auf sie und wir waren sehr Stolz, dass wir mit unseren Istanbul, Spandau und

QM Plakaten unseren Mikrofonen und Stühlen zu einer Kulturabend geeigneten Bühne geschaffen hatten. Da entweder viele arbeiteten oder zur Uni gingen, hatten wir nur diese eine Chance erst am selben Tag eine Generalprobe durchzuführen. Es war knapp, aber ein voller Erfolg. Wir hatten nun eine einzige Sorge: Werden denn nun die Gäste kommen, für die wir einen super netten Kulturabend vorbereitet hatten? Die ersten Gäste trafen ein, nahmen Platz. Ich wurde immer aufgeregter.

Schließlich war es das erste Mal, dass ich so einen Abend organisierte. Der Saal wurde immer voller und in kurzer Zeit war er voll. Ich war glücklich, so viele interessierte multikulturelle Gäste in einem Saal zu sehen. Der Abend fing an, und ich konnte an den Gesichtern der Gäste die Zufriedenheit und den Spaß am Zuhören sehen. Das erfreute mich sehr.  Als der Abend zu Ende war und die Gäste im Stand applaudierten, war ich sehr gerührt

und tief in mir dachte ich, 21 Tage Organisation haben sich vollkommen gelohnt. Trotz der ca. 100 Stunden, die ich investiert habe war ich stolz auf alles, auf die Bühne, auf den Abend, auf meine Helfer und auf mich! Trotz der wenigen Zeit neben meiner Arbeit hat es sich gelohnt, einhundert Stunden zu organisieren, zu planen und das komplette Projekt durchzugehen. Vom Anfänger habe ich einen Schritt zu Professionalität gewonnen. Das Ziel des Projekts wurde erreicht. Ein deutsch-türkischer Abend in zwei Sprachen. Das Zusammenführen beider Kulturen. Ich denke mit diesem Abend sind sich beide Kulturen sehr nahe gekommen und haben bemerkt, dass es nicht nur eine Parallelgesellschaft gibt, sondern auch ein Zusammenleben oder auch einen Abend zusammen zu teilen. Da die Nachfrage nach einem neuen Abend sehr groß war, habe ich schon ein neues aufregendes Projekt in Sicht, welches noch mehr Sinne ansprechen wird. Es wird nicht nur ein Gedichteabend, sondern ein vielseitiger u.a. mit Gesang und Tanz. Ich danke allen, die mir mit viel Mühe geholfen haben. [==> weitere Fotos]

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